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Früher in Rente -wie viel Abschlag und reale Kosten?

Wenn Sie früher als gesetzlich vorgesehen in Rente gehen möchten erhalten Sie einen Abschlag auf die gesetzliche Rente. Auf der anderen Seite erhalten Sie früher Zahlungen aus der gesetzlichen Rente und zahlen auch weniger in die gesetzliche Rentenkasse ein. Die realen Kosten sind daher schwer einzuschätzen. Der Abschlag auf die gesetzliche Rente können Sie sich allerdings leicht ausrechnen

Wie viel Abschlag kostet es früher in Rente zu gehen?

Wenn Sie beispielsweise mit 67 Jahren die volle gesetzliche Rente in Anspruch nehmen könnten, aber schon zwei Jahre vorher in Rente gehen möchten, kostet Sie das 7,2%. Pro Monat müssten Sie eine Reduzierung der gesetzlichen Rente um 0,3% einkalkulieren. Wenn Sie mit 18 Jahren begonnen haben in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen könnten Sie im Normalfall nach mindestens 35 Beitragsjahren vorzeitig in Rente gehen. Möchten Sie beispielsweise mit 60 Jahren in Rente gehen, und Ihre Regelaltersgrenze liegt bei 67 Jahren, wären das sieben Jahre an vorgezogener Rente. Sieben Jahre mal 12 Monate (= 84 Monate) mal 0,3% sind rund 1/4 Abschlag auf die Rente, die Sie normalerweise mit 67 Jahren erhalten würden. Die Höhe des Abschlags bei der gesetzlichen Rente bleibt dauerhaft erhalten. Gehen Sie nach 35 Beitragsjahren schon mit 53 Jahren in Rente, beträgt der Abschlag auf die Rente ungefähr die Hälfte.

Diese Reduzierungen der gesetzlichen Rente müssten allerdings die Gewinne hinzugerechnet werden, um festzustellen oder zu schätzen wie viel Sie eine vorgezogene Rente kosten könnte

Lohnt es sich früher in Rente zu gehen? Reale Kosten der vorzeitigen Rente

Eine vorzeitige Rente bringt an Kosten einerseits entsprechende Abschläge auf die Rentenzahlungen. Es bleibt bei der Frage nach den realen Kosten einer früheren Rente allerdings beispielsweise zu berücksichtigen, dass Sie auch entsprechend länger Rente erhalten würden. Und des weiteren auch entsprechend weniger lange in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssten.

Jeglicher Versuch die realen Kosten einer vorgezogenen Rente genau zu bewerten scheitert allerdings daran, dass Sie nicht genau wissen wie lange Sie überhaupt die gesetzliche Rente erhalten würden. Sei es durch Ihr Lebensende und das Ihres Ehepartners. Oder durch nicht auszuschließende Zahlungsschwierigkeiten der gesetzlichen Rentenkasse in der Zukunft. Bei der Überlegung über den Nutzen oder die Kosten einer früheren Rente sollten noch weitere Punkte berücksichtigt werden. Beispielsweise ob Sie weiterhin Ihrer Arbeit nachgehen können beziehungsweise mit welchen Bedingungen. Oder eine andere Arbeit aufnehmen können. Gesundheitliches, psychisches, familiäres,...

Grundsätzlich ist es leider so, dass die gesetzliche Rentenversicherung eine relativ schlechte Rendite im Vergleich zu einigen anderen Vorsorgemöglichkeiten für die Rente hat. Wenn man bei der gesetzlichen Rentenversicherung überhaupt von Rendite sprechen kann. Zumindest gibt es verschiedene Möglichkeiten eine private Zukunftsvorsorge zu treffen, die weit bessere Renditen (Gewinne) als die gesetzliche Rentenversicherung versprechen. Doch ist bei direkten Vergleichen möglicherweise auch noch mehr als die schlussendliche Rendite zu berücksichtigen. Zum Beispiel ob ein Ehepartner nach dem persönlichen Ableben noch weiterhin Rente erhalten wird oder sonstigen Nutzen aus der privaten Vorsorge ziehen kann.

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